Petition gegen die neuen/fanfeindlichen Anstosszeiten

Turiddu Giuliano
Petition:

Das derzeit geplante Szenario der noch weiter zerstückelten Spieltage degradiert die 2. Liga zu einem nach Belieben umherschiebbaren Anhang der Bundesliga und uns Fans dieser Vereine zu "nützlichen Idioten" - ein Zustand den wir so nicht hinnehmen werden (siehe rechts auch unter "Offener Brief").
Wir fordern die DFL, Rechteverwerter und TV-Programmverantwortlichen auf:

• Nehmen Sie diese neuen, fanfeindlichen Anstoßzeiten vor allem am Samstag und Sonntag zurück! Beginnen Sie an diesen Tagen keine Spiele vor 15 Uhr.

• Werten Sie die 2. Bundesliga im öffentlichen Interesse auf durch möglichst einheitliche Anstoßzeiten an maximal zwei Tagen pro Spieltag.

• Verzichten Sie an Wochentagsspieltagen auf Anstoßzeiten vor 19.30 Uhr.

• Sorgen Sie durch frühzeitige und langfristige Terminierung der Spieltage für Anreise-Planungssicherheit vor allem für die Auswärtsfans.

GEGEN DIE ZERSTÖRUNG DES KULTURGUTS FUSSBALL!


Quelle: http://suedzecken.de


Link zur Unterschriftenabgabe



Ist ne gute Sache und ich hoffe ihr unterschreibt zahlreich!!
kopfnuss
passt am besten hier rein..

Zitat:
21.05.2008Spieltagszersplitterung ein Schlag ins Gesicht von Fans und Amateuren

( Martin Kößler )
Die bundesweite Fanorganisation Pro-Fans kritisiert die geplante Spieltagszersplitterung der ersten beiden Bundesligen ab 2009 als Schlag ins Gesicht von Fans und Amateurspielern. Gerade das „sportschaulose“ Modell ist der beste Beweis dafür, dass den Verantwortlichen im Zuge der Generierung von Geld offenbar gar nichts mehr heilig ist und die treuen Fans, die ihrer Mannschaft in jeden Winkel der Republik nachreisen (übrigens in keinem Land der Welt so zahlreich wie in Deutschland) nun endgültig nur noch als unnötiges Beiwerk betrachtet werden.

So müssen sich Fans der 2. Bundesliga darauf einstellen die Spiele ihrer Mannschaft um 13 Uhr (Samstag) oder 12.30 Uhr (Sonntag) zu besuchen. Neben nicht eben geringen Strapazen für Auswärtsfahrer durch noch frühere Abfahrtzeiten zu den Begegnungen bleiben nun auch aktiv Sport treibende Fans und Familien vollkommen auf der Strecke. Der „Sonntag der Amateure“ ist jedenfalls Geschichte. Oder wie soll zum Beispiel ein Fan, der selbst in der Bezirksliga gegen den Ball tritt, noch rechtzeitig zum Spiel kommen? Wenn es nach Sirius geht, am besten wohl gar nicht. Aber den Fernseher im Clubhaus kann man ja noch einschalten, wenn der Schiedsrichter das eigene Spiel um 12.31 Uhr abpfeift. Und wer religiös ist, muss sich eben zwischen dem traditionell am Sonntagvormittag eingeplanten Kirchbesuch und dem Spiel seines Teams entscheiden. Auch erscheint es Pro-Fans fraglich, dass der durchschnittliche Deutsche das Familienmittagessen am Wochenende für ein Zweitligaspiel vor das TV-Gerät verlegt. Aber selbst wenn, dann dürfte es an
Zweitliga-Standorten künftig um einiges schwerer fallen, den jüngeren Nachwuchs für den Fußballsport zu begeistern, denn da die Spiele der lieben Kleinen traditionell am frühen Samstagnachmittag stattfinden, werden nicht wenige von ihnen lieber Chips kauend das zu dieser Zeit gezeigte TV-Spiel verfolgen wollen, anstatt selbst den Ball zu treten. DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und die Fußball-Landesverbände werden es den Rechteverwertern sicher mit stehenden Ovationen danken.

Ein Schlag ins Gesicht der Bundesliga-Fans ist die Verlegung des eh schon ungeliebten Sonntagsspiels acht mal in der Saison auf die Primetime am Sonntagabend. Wer seinem Lieblingsclub hinterher reisen möchte, darf zukünftig einen halben Tag Urlaub am Montag einplanen. Oder er lässt es gleich und – so dürfte es ja auch DFL-Geschäftsführer Seifert am liebsten sein – hängt konsumierend vor der Glotze. Part of the Game war einmal. Die Zukunft liegt auf dem heimischen Sofa. Wenn Herr Seifert im Zusammenhang mit der Spieltagszerstückelung von Werten spricht, so ist sich Pro-Fans sicher, dass er damit keinesfalls ideelle Werte meinen dürfte.

Interessant zu wissen wäre noch, wann denn wohl den Planungen nach die Vereine der neuen dritten Liga spielen sollen. Am Wochenende um 10 Uhr oder unter der Woche am frühen Abend, um keine Überschneidung mit der TV-Übertragungen von Champions League und UEFA-Pokal zu haben?

http://www.profans.de


Zitat:
Sehr geehrte Damen und Herren
der DFL, der Rechteverwerter und TV-Programmverantwortlichen

mit großem Befremden haben wir am 20.05.2008 von Ihren Plänen Kenntnis genommen, die Spieltagsansetzungen der 2. Fußball-Bundesliga mit Beginn der Saison 2009/2010 noch weiter als bisher zerstückeln zu wollen. Besonders die von Ihnen dafür vorgesehenen neuen mittäglichen Anstoßzeiten samstags und sonntags sind ein Schlag ins Gesicht jedes Stadionzuschauers. Mit dem von Ihnen angedachten Szenario degradieren Sie die 2. Liga zu einem nach Belieben umherschiebbaren Anhang der Bundesliga und uns Fans dieser Vereine zu "nützlichen Idioten" - ein Zustand den wir so nicht hinnehmen werden.

In der Rückrunde der Saison 07/08 hat es bereits Fanproteste größeren Ausmaßes gegen die schon bestehenden fan-feindlichen Zweitliga-Anstoßzeiten vor allem der Wochentagsspiele, die auf Ihren Willen hin bereits um 17.30 Uhr rsp. 18 Uhr beginnen, gegeben (unter anderem beim 1. FC Köln, Borussia Mönchengladbach und dem FC St. Pauli). Zeiten, zu denen normale Menschen in aller Regel noch arbeiten müssen bzw. erst Feierabend machen (können). Wir dachten, durch diese Proteste und die folgenden Gespräche mit den Vertretern auch der DFL bei Ihnen ein Bewusstsein für die Probleme gerade der aktiven Stadionzuschauer geschaffen zu haben, die wiederum gerne als stimmungsvolle Kulisse für Ihre Übertragungen genutzt und präsentiert werden.

Nun müssen wir leider feststellen, dass Sie offenbar in Kauf nehmen wollen, die Probleme für die Stadion-Zuschauer durch Ihre unausgegorenen Vorschläge sogar noch massiv zu verschärfen. Gerade die neue sonntägliche Anstoßzeit von 12.30 Uhr schafft dieser wichtigsten (Kunden-)Zielgruppe zusätzliche und nicht länger tolerierbare Probleme, die Sie offenbar nicht genügend bedacht haben.

• Den auswärts wohnenden Heimfans sowie den Auswärtsfans erschweren Sie zukünftig eine zeitgerechte Anreise enorm – bis hin zur faktischen Unmöglichkeit, ein Spiel mit An- und Abreise an einem Tag zu bewerkstelligen. Gerade finanzschwachen Fans, die die Fahrt zu einem Spiel bisher kostengünstig mit einem „Schönes Wochenende-Ticket“ der Deutschen Bahn bewerkstelligen konnten, werden zukünftig oft keine Möglichkeit mehr haben, pünktlich zu einem Spiel anzureisen. Das ist ein Skandal.

• Mit der mittäglichen Anstoßzeit greifen Sie ebenso massiv in das Leben von Millionen Fußballfans ein (übrigens auch der vorm TV). Einen bislang noch halbwegs familien- und kinderfreundlich gestaltbaren Sonntag (vom Kirchgang über einen Ausflug vor dem Spiel bis hin zum gemeinsamen Familien-Mittagessen) machen Sie so völlig unmöglich und gefährden damit den familiären Frieden in Millionen Haushalten.

• Als Zuschauer stoßen sie zudem jene große Gruppe vor den Kopf, die am Sonntag morgen entweder selbst aktiv Fußball spielt oder zu diesem Zeitpunkt ein Spiel eines Amateurvereins besuchen will. Diese Gruppe wird nun entweder auf den vorherigen Besuch des „kleinen“ Fußballs verzichten oder Ihnen als „Konsument“ des Profifußballs verloren gehen, sei es im Stadion oder vor dem Fernseher. Fans des Amateurfussballs und sogar die Spieler dieser Klassen müssen sich nun zwischen TV-Konsum/Spielbesuch im Stadion des Profifussballs und dem aktiven Unterstützen bzw. Praktizieren ihres Sports entscheiden. Dies ist ein Schlag vor den Kopf für alle aktiven Mitglieder des Deutschen Fussballbundes. Auch wird es dadurch immer schwerer Nachwuchs für unseren Sport zu begeistern.

Es gibt noch reichlich weitere Gründe, die die Unsinnigkeit Ihrer Vorschläge dokumentieren – sei es die sicher auch für Sponsoren unbefriedigenden und unattraktiven Anstoßzeiten, den neuen, ebenso Zuschauer- und kundenfeindlichen Anstoßtermin am Samstag um 13 Uhr, sowie den mit Sicherheit zurückgehenden Catering-Umsatz in den Stadien bei diesen Spielen. Wir, die Unterzeichner, fordern Sie daher auf:

• Nehmen Sie diese neuen, fanfeindlichen Anstoßzeiten vor allem am Samstag und Sonntag zurück! Beginnen Sie an diesen Tagen keine Spiele vor 15 Uhr.

• Werten Sie die 2. Bundesliga im öffentlichen Interesse auf durch möglichst einheitliche Anstoßzeiten an maximal zwei Tagen pro Spieltag.

• Verzichten Sie an Wochentagsspieltagen auf Anstoßzeiten vor 19.30 Uhr.

• Sorgen Sie durch frühzeitige und langfristige Terminierung der Spieltage für Anreise-Planungssicherheit vor allem für die Auswärtsfans.

Die 2. Fußball-Bundesliga ist im internationalen Vergleich die mit dem höchsten Zuschauerschnitt Europas und übertrifft sogar die jeweiligen ersten Ligen vieler Länder. Zerstören Sie nicht durch vermeintlich kurzfristige Gewinnchancen im Pay-TV gewachsene Strukturen, die sich in Deutschland über Jahrzehnte bewährt haben. Nehmen Sie den Stadionzuschauer und seine Interessen ernster als Sie das in den letzten Jahren getan haben – Sie gefährden sonst mittelfristig in hohem Maße das, was Ihnen ja offenbar das Wichtigste zu sein scheint: die Verkaufbarkeit des Produktes Fußball. Denn in einem können Sie sich sicher sein:

Leere Kurven in Fußballstadien will sich auch im Fernsehen niemand anschauen, erst recht nicht zur Unzeit.

Die Sozialromantiker-Ini des FC Sankt Pauli
www.eure-taler-sind-nicht-unser-bier.de
Südländer
...und das:


BAFF: 21.05.2008: DIE HORROR-SZENARIEN DER DFL

Fans bleiben bei neuem Spielplan außen vor

Die ab der übernächsten Saison geltenden neuen Anstoßzeiten der beiden Bundesligen sind ein Schlag in das Gesicht für alle Fußballfans. Unter dem Deckmantel der „internationalen Rahmenbedingungen“ schafft die Deutsche Fußball Liga (DFL) englische Verhältnisse im deutschen Fußball und widerspricht damit dem, was sie noch vor kurzem den Fans zugesagt hat. Das Bündnis Aktiver Fußball Fans (BAFF) protestiert gegen die fanfeindlichen Anstoßzeiten.

Leere Stadien als Ziel?

In beiden vorgestellten „Verwertungsszenarien“ zeigt die DFL einmal mehr, dass Fußball anscheinend nur noch für das Fernsehen gespielt wird. Besonders die 2. Liga bekommt am Sonntag Anstoßzeiten, die für aktive Fans nicht hinnehmbar sind. Ein Anpfiff um 12.30 Uhr ist für Auswärtsfans kaum realisierbar und zum Beispiel für Familien unerträglich.
In ihrem einheitlichen Fernseh-Trailer, der vor allen Bundesliga-Berichterstattungen gezeigt werden muss, gab die DFL schon die Richtung vor. Die Kamera fährt durch ein Spalier der Wappen der Bundesligavereine in ein leeres Stadion. „Bisher haben wir es als Fehler belächelt, dass die DFL mit leeren Stadien wirbt. Nun zeigt sie, dass dieses Szenario wohl ihr Ziel ist“, so BAFF-Sprecher Mathias Radowski.

Tradition der Anstoßzeiten bewahren?

Noch vor zwei Wochen berichtete das Mitglied des Vorstands der DFL, Holger Hieronymus, VertreterInnen von Fans, dass er sich sehr bemühe, die Tradition der Anstoßzeiten im deutschen Fußball zu bewahren. Nun ist es mit der Tradition immer so eine Sache und alle verstehen etwas anderes darunter, aber wir aktiven Fans können diese Aussage nicht mehr nachvollziehen. Welche traditionellen Riten in Deutschland am Sonntag um halb eins vorherrschen, lässt sich sicherlich nicht gänzlich ergründen, Profifußball gehört aber garantiert nicht dazu. Der Amateurfußball schon eher – aber um den Sport an sich geht es der DFL ja schon lange nicht mehr.

Protest wird kommen

Was glauben wir eigentlich, wer wir sind? (Zitat in Erinnerung an Uli Hoeneß’ „Wutrede“): Wir sind als aktive Fans elementare Bestandteile des Fußballs und nicht nur das klatschende Fußvolk. Daher werden die aktiven Fans sich auch nicht alles einfach kritiklos vorschreiben lassen. In der kommenden Saison werden die Fans in den Stadien auch optisch und akustisch ihren Unmut über diese neuen Regelungen äußern. Wenn es die DFL denn erlaubt. Denn die problemlose Verwertung ist für die DFL das Wichtigste am Fußball. Vor kurzem forderte die DFL vom FC St. Pauli eine Stellungnahme, warum die Ordnungskräfte nicht die Proteste gegen die Spieltagzerfledderung und gegen den Sportsender DSF sofort unterbunden haben – Protest ist bei der DFL unerwünscht.
„Dennoch werden wir natürlich in der neuen Saison deutlich machen, was wir von der neuen Qualität der Fan-Feindlichkeit halten“, berichtet Mathias Radowski, „inwiefern den Fans in den Stadien noch die Möglichkeit gegeben wird, dagegen zu protestieren wird sich zeigen. Die Fans in den Stadien lassen sich nicht alles gefallen, auch wenn die DFL wohl am liebsten leere Stadien vermarkten will – wie auch immer das noch funktionieren soll.“

Weitere Informationen erhalten Sie bei (...)

http://www.aktive-fans.de/01a9d793eb0025...aa50febd02.html
Timmey
Der Link mit der Unterschriftenabgabe steht doch nicht auf WOL oder?
Vielleicht kann sich ja mal jemand darum kümmern...ich würds ja selbst machen aber ich habe dort keine Account.
Südländer
Zitat:
Original von Timmey
Der Link mit der Unterschriftenabgabe steht doch nicht auf WOL oder?


Doch, tut er.
SVW-Gigant
Die Aktion ist sehr gut, wird aber, befürchte ich mal, kaum Aufmerksamkeit finden, da u.a.die TV Anstalten da alle in einem Boot sitzen
Widdun
In Nürnberg wird gerade übrigens die ersten 20 Minuten geschwiegen, um den Protest hiergegen auszudrücken!